In erlesenem Kreis

Nichts Großes, nichts Lautes, vielmehr etwas Intimes, gedacht für einen kleinen Kreis von Menschen, denen Lesen mehr bedeutet als nur das Verarbeiten von Informationen. Im Zentrum des Interesses wird ein Buch stehen. Um welches es sich handelt, erfahren Sie am Abend der Veranstaltung, wenn sich unser Raum Babenwohl in "Schwärzlers feinen Literatursalon" verwandelt. Auch wer es präsentieren wird, soll unser möglichst gut gehütetes Geheimnis bleiben. Soviel sei allerdings jetzt schon verraten. Es wird ein Buch sein, das großen Einfluss auf das Leben unseres Gastes ausgeübt hat. Wobei es uns nicht um den Lärm literarischer Aktualität, auch nicht um die Anziehungskraft von Prominenz geht. Wichtig ist für uns, dass Sie einen Menschen kennen lernen, und zwar anhand seiner Erfahrungen mit einer für ihn wichtigen Lektüre.

Es würde uns freuen, Sie im wohligen Zustand gespannter Neugierde empfangen zu dürfen. Und mit Appetit auf ein Menü, das abwechselnd mit dem Vortrag unseres Gastes serviert wird.

Ihre
Susanne Denk

Termine: jeweils am Sonntag ab 18:00 Uhr
18.11.18, 24.03.19

Kosten: EUR 79,00 pro Person für Apero, 4-Gang-Menü mit Weinbegleitung, Mineralwasser, Cafe, Teilnahme am Literatursalon.
EUR 175,00 pro Person für Übernachtung inklusive Frühstücksbuffet, Apero, 4-Gang-Menü mit Weinbegleitung und Teilnahme am Literatursalon

Nachlese

Dr. Walter Schmolly | Sonntag 21.10.2018

52819155
Khaled Hosseini, Drachenläufer (2003)
  
Khaled Hosseini erzählt in diesem Roman facettenreich und berührend die Beziehung zwischen den beiden Burschen Amir und Hassan – eine Geschichte von Freundschaft, Verrat und Versöhnung, eine Geschichte des Menschlichen und der Empathie in einer Welt der ethnischen, religiösen und sozialen Gegensätze. Die historische Hintergrundfolie vermittelt 40 Jahre Zeitgeschichte Afghanistans. Diese hat sich über Menschen, die auf ihrer Flucht aus diesem Land bei uns Zuflucht gesucht haben, in den letzten Jahren intensiv mit unserer Geschichte verbunden. Das Buch hilft zu verstehen.

Stefania Pitscheider Soraperra | Sonntag, 04.03.2018

Anna Gmeyner: Manja (1938)

„Manja“ ist ein Roman über fünf Kinder und deren Familien im Berlin der 1920er und frühen 1930er Jahre. Ein Roman über eine sich gefährlich verändernde Gesellschaft, über Alltag, Liebe, Ausgrenzung und Verrat. Und ein Buch, das die Frage beantwortet, wie viel man bereits hätte wissen können, damals. Dabei ist „Manja“ ein erstaunlich aktuelles Buch, das Wachsamkeit, Hellhörigkeit und Zivilcourage stärkt und mich tief berührt hat.

Wolfgang Mörth | Sonntag, 16.10.2017

Albert Camus, Der Fall„Albert Camus ist einer jener Autoren und Denker, die mir in meiner Jugend gezeigt haben, dass es eine Ethik außerhalb der Religionen geben kann und muss. In seinem Buch „Der Fall“ wird die Suche nach einer solchen Ethik anhand des Schicksals eines an allem zweifelnden Menschen auf mitreißende Art geschildert.“

Monika Helfer | Sonntag, 21.11.2017

Der Roman „Das Herz ist ein einsamer Jäger“ von Carson Mccullers trifft mitten in jedes Bücherherz.

Meinrad Pichler | Sonntag, 11.12.2017

Alex Capus, Himmelsstürmer

Der Schweizer Autor Alex Capus (* 1961) ist ein Meister der biografischen Erzählung.
Ausgehend von genau recherchierten Personen und Ereignissen entwirft er spannende, exemplarische literarische Lebensläufe. Im Band „Himmelsstürmer“ sind zwölf Porträts versammelt, die ungewöhnliche Menschen aus der Schweiz zeigen. Alle sind sie unterwegs auf der Suche nach Selbstverwirklichung, oft auf Ab- und Umwegen. Man staunt über die Menschen und das Menschenmögliche.

Verena Konrad | Sonntag, 15.01.2017

Arno Geiger, Der alte König in seinem Exil

„Arno Geigers „Der alte König in seinem Exil“ erzeugt in seiner Einfachheit eine starke Wirkung: wie nahe/fern sind uns unsere Lieben? Wie verändert uns das Alter? Familiäre Beziehungsgeflechte, der andauernde Abnabelungsprozess eines Individuums aus diesem Geflecht, der Umgang mit Krankheit und dem Ende des Lebens sind die zentralen Motive, die dieses Buch für mich so eindrücklich gemacht haben. Ich habe es gelesen bevor ich nach Vorarlberg kam. Seit ich hier lebe, erkenne ich Situationen, Orte und Menschen wieder, die mir so davor nicht zugänglich waren.“

Michael Köhlmeier | Sonntag, 12.02.2017

Cormac McCarthy, Die Straße

Kann die Liebe zerstört werden? Die Probe aufs Exempel: Mitten im Weltuntergang geht ein Vater mit seinem Sohn durch ein zerstörtes Land, alles ist Gefahr, es existiert keine Moral mehr, der Mensch ist der Wolf des Menschen. Und siehe: nichts kann der Liebe zwischen Vater und Sohn etwas anhaben. Davon erzählt der Roman "Die Straße" von Cormac McCarthy.

Raoul Schrott | Sonntag, 19.03.2017

Jean Grenier, Les Îles

Es ist eines jener Bücher, über die man nicht zu viele Worte verlieren mag, auch um es nicht zu zerreden, bevor Sie es gelesen haben; ich will Sie vielmehr mit der Leere locken.

Hanno Loewy | Sonntag, 22.10.2017

Als junger Student der Filmwissenschaft begegnete mir in Bela Balázs ein schillernder Grenzgänger zwischen Märchen und modernen Medien, Europäer, Jude und romantischer Träumer, Kommunist und Liebhaber der Bergfilme. Jemand der zwischen alle Fronten fiel, mit allen Illusionen. Irgendwas daran muss mich so gereizt haben, dass ich ihm ins Archiv folgte und seine Schriften herausgab...

Eva Schmidt | Sonntag, 3.12.17

Hier noch ein kurzer Text zu Mary Miller:

Big World von Mary Miller gehört zu den wenigen Büchern, die mich vom ersten Satz an gepackt haben. Miller erzählt Geschichten von Menschen, vorwiegend Frauen, die schwere seelische Verluste erlitten haben und in Schieflage durchs Leben schlittern. Ihre Sprache ist radikal und schonungslos, sie erklärt aber nicht, sondern erzählt, ebenso reflektierend wie ironisch; und immer schwingt unter der rauen Oberfläche ein wenig Hoffnung, vor allem aber eine berührende Sehnsucht mit.

Günther Rösel | Sonntag, 14.1.18

Falling in love. Das kann einem auch mit einem Autor passieren. Aber was heißt schon Autor …?

FREUD. Der Name steht für sich. Ich habe Sigmund Freuds „Zeitgemäßes über Krieg und Tod“  mit 15 Jahren erstmals gelesen. Und dann den Briefwechsel mit Einstein. Vieles habe ich damals noch nicht verstanden, aber dieser Ton, diese Radikalität, diese Offenheit für Widersprüche, diese Feinheit des Denkens haben mich ergriffen.

Freud ist mir Mentor und innerer Freund geworden. Und geblieben.

Gastfreundschaft auf vorarlberger Art

Kombinieren Sie Ihre Teilnahme an Schwärzlers feinem Literatursalon mit einem genussvollem Aufenthalt im Hotel Schwärzler und erleben Sie Gastfreundschaft auf Vorarlberger Art. 

Zum Literatur-Package